1. IKEA MITTZON Kabelhack

    13.10.2026 13:37
    Tags: Heimwerken
    by bitstacker

    Um meinem Rücken etwas gutes zu tun (Sitzen ist das neue Rauchen!) habe ich mir einen (weiteren) höhenverstellbaren Schreibtisch besorgt. Es ist ein IKEA MITTZON. Dieser hat in der Mitte ein Loch zum Kabel durchführen mit einer Abdeckung drauf und auf einer der Seiten (je nach Montage) eine Ausbuchtung für eine IKEA-Steckdosenleiste.

    Da die IKEA Steckdosenleiste zu wenig Steckdosen hat, habe ich sowieso eine große Steckdosenleiste in der Kabelführung liegen. Aber das Loch für die Steckdosenleiste eignet sich gut um dort weitere Kabel (z.B. vom zweiten Monitor) verschwinden zu lassen. Das Loch ist dafür aber etwas groß. Damit das ähnlich gut aussieht wie die andere Durchführung habe ich den 3D-Drucker bemüht um mir eine Abdeckung mit Kabeldurchlass zu drucken. Da ich am PC aber chronisch zu wenig USB-Ports habe, habe ich die Abdeckung noch um eine weitere Aussparung ergänzt (Loch mit 60mm Durchmesser). Da passt dann so ein USB-Hub rein, den man normalerweise direkt in eine Tischplatte integriert. Ich finde es ist ganz okay geworden.

    Material:

  2. CSS fixes

    04.09.2026 13:37
    Tags: Wartung
    by bitstacker

    Ich hab mal das CSS vom blog etwas überarbeitet. Dabei habe ich eine große Portion Responsiveness drauf gestreut. Hoffentlich macht das die Mobilansicht etwas erträglicher.

    Auch die Galerien sind ein bisschen anders.

    Dammit Jim, I'm a Doctor, Not a Webdesigner!

  3. Terrassenbeleuchtung

    21.08.2026 13:37
    by bitstacker

    Auch so ein Projekt, das jetzt schon seit mehreren Jahren rumliegt (ich habe nochmal nachgeschaut: Seit 2022). Aber jetzt ist es endlich fertig.

    Ein Teil unserer Terrasse ist überdacht. Das Dach war, als ich das Haus kaufte, mit einer braunen Holzdecke verkleidet. Dort war eine runde, funzelige Leuchte eingebaut. Da ich die Elektrik ohnehin neu machen musste, habe ich das alles herausgerissen. Der Plan war, alles neu zu verkleiden (in Weiß) und dann Strahler einzubauen. Ich hatte es zunächst mit einer "Fertig"-Verkleidung aus dem Baumarkt versucht. Die fand ich aber nicht schön, und die Montage mit so Metallklipsen zum Nageln war mir zu mühsam. Daher habe ich abgebrochen – und es sind wieder ein paar Jahre ins Land gegangen.

    Jetzt habe ich es aber endlich zu Ende gebaut. Als Verkleidung habe ich Nut- und Federbretter verwendet. Dann alle gröberen Löcher mit Holzspachtel zugestopft. Einmal grob geschliffen. Dann zweimal grundiert. Weiß gestrichen. Leisten drauf. Alle verbleibenden Lücken nochmals mit Acryl verschlossen. Dann nochmal nachgebessert.

    Bei den Strahlern hatte ich zunächst welche mit GX53-Fassung besorgt (das ist schon Jahre her). Ich dachte damals: Kannst du ja dann mit KNX steuern (An/Aus). Als ich die dann angebaut hatte, fand ich das aber doof: Ich würde gerne auch dimmen können. Also den Preis für einen KNX-Dimmer recherchiert. Leider mit über 200 € etwas zu teuer für so ein Projekt. Dann dachte ich: Hey, du hast doch jetzt Zigbee! Also nach Zigbee-Leuchtmitteln gesucht. Aber es gibt einfach keine GX53-Leuchtmittel mit Zigbee. Also welche mit „Tuya“-WLAN gekauft. Dann stellte ich fest: Tuya ist eine Cloud-Only-Lösung. Das kommt uns nicht ins Haus. (Ja, vielleicht kann man etwas mit einem Proxy basteln, aber ich habe auch keine Lust, da noch mehr Softwareabhängigkeiten in mein Smart Home zu bringen.)

    Vielleicht kann man die umflashen? Kurz bei Tasmota geschaut. Nein. Leider hat der Hersteller der GX53-Leuchtmittel aus kostengründen den ESP8266 durch ein proprietäres Bauteil ersetzt.

    Bleibt nur ein anderes Leuchtmittel – und damit auch andere Strahler. Also die Fassungen durch GU10 ersetzt. Dann Leuchtmittel von Paulmann eingebaut (ich habe wirklich gute Erfahrungen damit gemacht). Die kann man jetzt sogar zusätzlich zum Home Assistant mit einer Fernbedienung steuern. Der Halter für die Fernbedienung kommt natürlich aus dem 3D-Drucker.

    Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

    Material:

  4. Hackerfilme: Wargames

    27.07.2026 13:37
    by bitstacker

    Eigentlich wollte ich ja mal etwas zu Hackerkultur bloggen. Leider habe ich es jetzt in einem Jahr nicht geschafft das mal irgendwie umzusetzen. Prioritäten, Ressourcen, sie wissen schon. Filme anschauen hingegen ist ja vom Aufwand her ziemlich überschaubar. Besonders wenn man das eh gerne macht. Also werde ich einfach weiter etwas zu Hackerfilmen bloggen. Viele davon will man ja eh alle paar Jahre mal wieder schauen. Also gehts hier jetzt weiter mit: Wargames.

    Ein junger Hacker findet auf der Suche nach einem neuen Videospiel quasi aus versehen den Zugang zu einem Militärcomputer und löst fast den dritten Weltkrieg aus.

    Trailer auf Youtube:

    Ich mag echt viel an diesem Film. Filme neigen ja oft dazu das Hacken sehr übertrieben darzustellen. Bei Wargames finde ich aber vieles ziemlich gelungen. Zum Beispiel die Modem-Einwahl und das Wardialing. Die bei Hackern verbreitete Art des "rein-nerdens" in ein Thema, als er versucht alles über den Programmierer des Systems herauszufinden um das Passwort zu erraten. Und nach ein paar Tagen in einem Berg aus Artikeln und Büchern von seiner Freundin wieder in die Realität geholt werden muss. Um gut zu hacken gehört RTFM halt dazu (Und zwar alle!).

    Das Design des W.O.P.R. ist auch sehr cool. Eine graue Kiste mit lauter roten und gelben Leuchten die das "denken" darstellen. Leise summend immer am nachdenken über den nächsten Krieg.

    Der Film beschäftigt sich auch mit der Frage, ob man das Urteilsvermögen von Menschen durch eine Maschine ersetzen sollte ("These men know what it means to turn the key, and some of them are just not up to it!"). Der Computer hat keine Skrupel. Der macht einfach. Da kamen mir durchaus parallelen zu den aktuellen "KI"-Themen in den Sinn. Also jetzt nicht umbedingt dieses "KI wird uns alle umbringen". Aber halt sowas wie: Wie sehr kannst du dem Code von LLMs vertrauen?

    War auf jeden Fall mal wieder gut den Film geschaut zu haben. Kann ich nur empfehlen.

  5. Müllampel

    17.06.2026 13:37
    by bitstacker

    Irgendwie hatte ich schon immer einen faible für Ampeln. Mein erstes Ampelprojekt habe ich bei einem früheren Arbeitgeber umgesetzt: Eine Monitoring-Ampel für ein Rechenzentrum. Die bestand aus einem Raspberry Pi der über USB mit einem Relais-Board verbunden war und dieses angesteuert hat. Die Daten kamen damals aus einem Centreon (Wow, das gibts noch?).

    Es war eine Ampel mit den Farben Rot, Gelb und Grün. Je nachdem, wie viele Server oder Dienste gerade kaputt waren, hat die Ampel entsprechend geleuchtet. Also: Grün - Alles gut, Gelb - Ein paar Dienste/Server sind down. Und Rot - Kacke am dampfen.

    Irgendwann hatte man sich sogar an das klacken der Relais gewöhnt und instinktiv zur Ampel geschaut :D

    Hier mal ein Foto wie das damals aussah:

    Dann habe ich neulich festgestellt dass mein lokaler Entsorger jetzt endlich seine "Müllkalender" digitalisiert hat. Früher gabs nur PDFs, das war mir zu umständlich zu automatisieren.

    Dann gab es irgendwann eine App. Aber ich hatte keine Lust die zu reverse engineeren.

    Jetzt gibt es aber endlich eine herunterladbare iCal-Datei.

    Als ich gerade ein Script basteln wollte um die iCal-Datei automatisch auszulesen, habe ich gesehen dass es für Home Assistant eine Integration gibt, die genau das tut. Die Integration ist Waste Collection Schedule. Und dank der tollen Community um das Projekt gab es natürlich schon den Kalender für "meinen" Entsorger. Die Community von W.C.S. ist echt krass: Fast jeden Tag gibt es eine neue Version, weil sie wieder einen Entsorger hinzugefügt haben. Bald sind da bestimmt alle Entsorger auf diesem Planeten mit drin...

    Als ich dann den Abfallkalender in meinem Home Assistant hatte, dachte ich mir: Wie kannst du das am besten darstellen?

    Einfach ne Notification schicken? Das kann die offizielle App vom Entsorger auch... Langweilig.

    Häufig stell ich den Müll raus, wenn ich am Vorabend mein Auto in der Einfahrt parke. Dabei musste ich sonst immer das Smartphone aus der Tasche holen und nachgucken welcher Müll gerade dran ist.

    Hey! Warum bau ich da nicht ein Display hin? Oder besser: Eine Ampel!

    Ich habe dann auf Ebay nach gebrauchten Industrieampeln geguckt. Von der Monitoring-Ampel wusste ich das Werma-Ampeln ziemlich cool sind. Die KombiSIGN-Ampeln sind Modular. Man kann die Farben einfach Stapeln und durch ein cleveres System aus Kupferdrähten kann man dann im Fuss alle Leuchten einzeln ansteuern. Und natürlich habe ich mir die passenden Farben besorgt: Blau (Papier), Gelb (Gelber Sack) und Weiss (Restmüll). Biotonne hab ich nicht, könnte man später aber durch die Bauweise einfach draufstecken. Oder nen Blinklicht. Oder ne Sirene! Nerd-Heaven!

    Dazu dann noch was man sonst noch so braucht: Ein Gehäuse, ein ESP32 Relais-Board, 24V-Netzteil.

    Für das Relais-Board habe ich dann noch ein extra Gehäuse gedruckt und das auf so Hutschienen-Klammern geschraubt. Den ESP32 habe ich mit ESPhome beschrieben. Nichts dolles: Die Pins vom Board sollen einfach per Home Assistant schaltbar sein. Das sind nur ein paar Zeilen YAML und fertig. ESPhome hat solche Projekte echt einfach gemacht.

    Die Ampel hatte leider nur eine gerade Halterung. Zum Glück war der Durchmesser des Stiels so ca. 25mm so dass ich das mit einem Stück PVC Rohr und einem Winkel umbauen konnte. Durch den PVC-Kleber ist das vermutlich auch sehr Wasserdicht.

    Dann alles zusammenbauen, anschliessen und ein paar Automationen im Home Assistant anlegen. Fertig!

    Die Ampel leuchtet jetzt am Vortag zwischen 16 Uhr und 23 Uhr. Am Abfuhrtag geht sie um 6 Uhr an und um 9 Uhr wieder aus. Bin mal gespannt wann die Nachbarn merken dass das Licht mit dem Müll korreliert :D

    Verwendete Materialien:

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