1. Dank des Adapters

    13.03.2026 13:37
    Tags: Alltag
    by bitstacker

    Wenn man einen Altbau saniert muss man manchmal spontan Entscheidungen treffen. Zum Beispiel wie man ein Abwasserrohr verlegt. Beim Bau der ebenerdigen Dusche musste ein neues Abwasserrohr verlegt werden, weil es unmöglich war die vorhandenen Rohre zu benutzen: Das Gefälle bis zum anderen Ende des Raumes war nicht groß genug. Also haben wir damals einen nicht benutzten Schornstein dafür verwendet. Den Ablauf haben wir dann mit zwei 90°-Rohren angeschlossen. Das war vor ~7 Jahren. Jetzt hatte sich das Rohr ein bisschen zugesetzt und das Wasser lief nicht mehr ab. Zum Glück ist das Bad komplett gefliesst...

    Gut dass ich den Bau mit vielen Fotos dokumentiert habe. So konnte ich mir nochmal anschauen wie das Rohr verläuft. Nur wie kriegt man das jetzt sauber? Es ist ein 50mm HT-Rohr. Das ist relativ eng. Mein Hochdruckreiniger passt da nicht rein. Also habe ich mir ein Rohrreinigungsset besorgt. Angeblich mit einem Adapter der auf einen Kärcher K4 passt.

    Tja. Passt nicht.

    Anderen Adapter bestellt.

    Passt auch nicht.

    Also nochmal genauer recherchiert.

    Mein Kärcher hat so einen Bajonett-Verschluss. Nochmal Adapter bestellt.

    Passt.

    Relevanter Content auf Youtube:

    Mit den richtigen Adaptern konnte ich dann den Reinigungsschlauch anschliessen:

    Kärcher Bajonett > 22mm Doppelnippel > Reinigungsschlauch

    Das hat dann auch einigermaßen gut geklappt. Leider setzen sich die kleinen Löcher des Reinigungsschlauchs sehr schnell zu. Da braucht man eventuell nen stärkeren Hochdruckreiniger. Oder nen Filter davor. Aber erstmal ist das Rohr frei (und wieder sauber).

    Hier ist das Zeug was ich am Ende benutzt habe:

  2. DIY Zigbee-Lampe

    11.01.2026 13:37
    by bitstacker

    Kleines Projekt für zwischendurch. Um die Wand hinter meinem PC etwas hübscher zu machen habe ich ein paar Regale angebracht. Damit das nicht so langweilig aussieht hatte ich bock auf mehr RGB-Beleuchtung. Irgendwas einfaches. Da ich ja jetzt ja funktionierendes Zigbee im Haus habe, dachte ich an Zigbee-Leuchtmittel. Um das zu halten habe ich einfach eine Fassung für Deckenleuchten genommen. Um die Rückseite der Fassung abzudichten habe ich eine Holzscheibe aus dem Bastelbedarf benutzt. Das Holz habe ich mit Beize etwas abgedunkelt. Die Füsse sind aus dem 3D-Drucker und mit Heisskleber befestigt. Dann noch die Halterung der Fassung festschrauben, 5m Kabel dran und einen Schuko-Stecker. Fertig ist die DIY Zigbee-Lampe.

    Update: Fehlendes Bild in der Gallery ergänzt.

  3. Zigbee-Upgrade für die Heizkörper

    01.12.2025 13:37
    by bitstacker

    Yay, Winter! Eine gute Zeit mal wieder etwas an der Heimautomatisierung zu tun. Da unser Haus jetzt auch häufiger für Homeoffice genutzt wird habe ich mir überlegt das es vielleicht sinnvoll wäre die Heizkörper im Haus einzeln steuern zu können.

    Wir heizen aktuell noch mit Gas. Die Therme wird über einen Thermostat im Wohnzimmer geregelt. Dabei sind die Heizkörper voll aufgedreht und die Regelung versucht eine Solltemperatur zu halten. Tagsüber ist eine Absenkung programmiert um Energie zu sparen. Dabei geht die Temperatur von Morgens 22°C auf ca. 18°C herunter. Am Abend wird wieder auf 22°C geheizt. Nachts wieder abgesenkt.

    Das ist leider etwas unpraktisch wenn man Homeoffice macht. Wir haben dann immer die "1 Tag zuhause"-Funktion der Gastherme benutzt. Dabei wird dann das Haus den ganzen Tag auf der Solltemperatur von 22°C gehalten. Das gilt dann aber auch für alle Räume die nicht genutzt werden. Das Bad zum Beispiel (das eigentlich nur Morgens und Abends genutzt wird).

    Natürlich regeln das die analogen Thermostate an den Heizkörpern auch. Aber besonders beim Arbeitszimmer und beim Bad hätte ich da jetzt gerne etwas mehr Kontrolle. Das Bad könnte man zum Beispiel automatisch etwas absenken. Und im Arbeitszimmer hätte ich gerne etwas mehr Kontrolle über die tatsächliche Temperatur (Thermostate messen ja nur am Heizkörper, eine Messung weiter im Raum wäre besser).

    Okay, ich brauche also Sensoren und Thermostate. Nachdem ich diverse Wifi-Sensoren durchprobiert habe war ich etwas frustriert. Es scheint keine Wifi-Sensoren zu geben die gut in HA integrierbar sind (und bezahlbar). Ich könnte natürlich etwas mit ESPhome basteln. Aber das ist sehr Zeitaufwändig und ich hätte gerne etwas das gut funktioniert. Bei den Thermostaten wirds dann auch schwierig. Wifi ist auch da doof. Und KNX ist zu teuer (auch wenn ich sogar an jedem Heizkörper ein KNX-Buskabel liegen habe). Also doch lieber ein Funkprotokoll was auch etwas batterie-schonend ist. Eigentlich wäre ich gerne den Matter/Thread Weg gegangen. Aber da ist die Auswahl noch etwas klein. Und teuer sind die auch. Im Vergleich fand ich Zigbee am attraktivsten.

    Ich hatte sogar einen USB-Zigbee-Stick (ConBee II) rum liegen, den ich mal für meine zwei Philips-Hue Lampen eingeplant hatte. Wie es sich rausstellt ist der aber leider schon veraltet und nicht mit der "modernen" Home-Assistant Zigbee Integration kompatibel. Also zumindest wenn man nicht den "deconz" Server dazu betreiben möchte. Ich hatte keine Lust auf einen weitere Software um die ich mich kümmern muss. Also hab ich mir einen ConBee III besorgt. Dieser ist mit Home-Assistant voll kompatibel (so steht es in der Doku) und braucht keine extra Software.

    Dazu dann ein paar Zigbee Thermostate (Sonoff TRVZB). Und zwei Sensoren (Sonoff SNZB-02D). Und eine Funksteckdose (Sonoff S60ZBTPF) als "Repeater", falls der Empfang nicht reicht.

    Den Zigbee Stick im Home-Assistant anlegen ging sehr einfach (Er wird einfach automatisch erkannt, ein zwei Klicks und es läuft). Und das sogar obwohl ich den erst vom VM-Host zur VM durchreichen muss, da mein Home-Assistant in einer VM läuft. Ich war schon fast geschockt wie einfach das alles ging.

    Dann die Einrichtung der Geräte: Einfach im Home-Assistant in der Zigbee Integration auf "Gerät hinzufügen" und das Gerät in den "Lernmodus" versetzen. Dann tauchen Sie relativ schnell im Home-Assistant auf und man kann sie einem Bereich zuordnen. Die Einrichtung ist viel einfacher als bei Shelly- oder Tasmota-Geräten. Das wäre sogar für technisch weniger begabte Personen geeignet. Nice!

    Die Reaktion der Geräte ist auch fast in Echtzeit (merkt man bei der Funksteckdose ganz gut).

    Als ich dann alles angelernt hatte musste ich noch die Thermostate zu Gruppen zusammenfassen. Im Bad habe ich zwei Heizkörper und eine Fussbodenheizung. Leider gibt es nativ im Home-Assistant keine möglichkeit mehrere Thermostate zu einer Gruppe zusammen zu fassen und dann auch zu steuern. Schon gar nicht mit einem "externen" Temperatursensor (also einem der z.B. durch ein anderes Gerät bereitgestellt wird). Ich habe im Bad auch einen KNX-Sensor.

    Das kann man aber relativ einfach mit dem "Climate Group Helper" umsetzen. Dieser kann mehrere Geräte der "climate"-Klasse zusammenfassen. Und man kann einen extra Temperatursensor festlegen der die Ist-Temperatur angibt.

    Ich habe dann einfach alle Temperatursensoren im Bad mit einem Mittelwert-Helper zusammengefasst und diesen als Ist-Wert für die "Climate Group" festgelegt. Bei den Thermostaten darf man nicht vergessen den "Externer Sensor"-Switch an zu machen, sonst regeln die sich selbst weiter.

    Im Arbeitszimmer habe ich das im Prinzip genau so gemacht: Auch ein Mittelwert aller Sensoren. Hier habe ich noch den SNZB-02D eingebaut um einen Messwert weiter in der Mitte des Raumes zu kriegen.

    Dann noch ein paar Automationen die Morgens das Bad etwas runterregeln und es Abends wieder warm machen. Die Temperatur im Arbeitszimmer werde ich vermutlich an einen "Schalter"-Helper hängen, der eingeschaltet wird wenn jemand im Homeoffice ist. Das könnte man z.B. an Hand von MAC-Adressen im Wifi, per ICMP-Ping, per Kalender oder einfach durch manuelles Einschalten steuern. Daran kann ich dann auch die Gastherme hängen, so dass diese auch in den "Tag"-Modus wechselt, wenn Homeoffice aktiviert wird.

    Mein Fazit: Zigbee ist echt cool. Vielleicht wird in ein paar Jahren zwar Matter/Thread der Standard sein. Aber bis dahin ist Zigbee echt eine gute (und bezahlbare) Alternative.

  4. Meshtastic

    03.11.2025 13:37
    by bitstacker

    LoraWAN scheint gerade im Trend zu sein. Ich hab vor ein paar Jahren schon mal mit einem Lilygo T-Beam rumgespielt. Damals war aber die Meshtastic-Software noch quasi unbrauchbar.

    In den letzten Monaten kam das Thema auf diversen Newsseiten häufiger vor (z.B. hier). Ich vermute das liegt daran das die Software jetzt etwas ausgereifter ist und das die Nodes immer billiger werden (Man kriegt z.B. bei Amazon zwei heltec-v3 für ca. 50€. Inklusive Batteriepack).

    Das hat mich dann auch motiviert mich nochmal damit zu beschäftigen. Das flashen ist eigentlich ziemlich einfach. Gerät per USB mit dem Rechner verbinden. Dann per Webflasher die Firmware aufspielen (Geht nur in Chrome-basierten Browsern). Ich lasse so Platinen ungerne lose rumliegen, deswegen hab ein ABS-Gehäuse besorgt und dann ein 3D gedruckten "Adapter" dazu designt. Für die Löcher im Gehäuse habe ich einen Dremel und eine Bohrmaschine verwendet. Ich finde das Ergebnis ist gut genug geworden:

    So, und was kann man jetzt damit machen? Naja, das ist quasi ein Messenger über LoraWAN. Man kann sogar verschlüsselte Nachrichten schicken. Die Reichweite ist durch Store-And-Forward-Architektur ziemlich weit (die Nodes können Nachrichten weiterleiten). So 5-10km sind schon machbar (wenns Nodes in der Nähe gibt). Da es keine externe Infrastruktur braucht funktioniert das ganze auch bei Internet- oder Stromausfall (sofern der Node ne Batterie hat und dein Smartphone geladen ist).

    Leider ist die Software immer noch ziemlich Wonky. Mit der App aus dem Playstore hatte ich nach jedem Reboot (nach Config-Änderungen bootet der Node) immer das Problem dass sich das Bluetooth nicht wieder verbunden hat. Man musste immer neu pairen... Mit der Version aus dem F-Droid-Store gings dann aber. Firmware habe ich die aktuellste "Alpha" verwendet. So richtige Stable-Versionen scheint es nicht zu geben.

    Die Benachrichtigungen in der Meshtastic-App sind leider auch etwas nervig. Immer wenn das Gerät einen neuen Node erkannt hat gibts eine Notification. Man kann leider nicht "nur bei Messages benachrichtigen" einstellen. Deswegen ist die App bei mir bis auf weiteres auf Lautlos gestellt.

    Durch eine Hardware-Limitierung kann der ESP32 der dort verbaut ist auch kein Bluetooth und WIFI gleichzeitig. Man muss sich für eins davon entscheiden. Da ich davon ausgehe dass bei einem Stromausfall mein WLAN auch down ist, habe ich natürlich nur Bluetooth aktiviert.

    Fazit: Ist schon ganz witzig. Aber für brauchbare Infrastruktur dann doch zu wackelig. Falls du mal ein Bastelprojekt für den Winter brauchst oder so :)

    Hier noch ein paar Links:

  5. Batteriemanagement

    06.10.2025 13:37
    Tags: Heimwerken
    by bitstacker

    Batteriebox

    Ist zwar schon etwas her, dass ich die Box gebaut habe. Aber vielleicht inspiriere ich ja jemanden damit wenn ich das hier noch verblogge. Grundlage für mein Batteriemanagment ist ein Auer Eurobehälter (EG 43/12 HG). Ich bin ein großer Fan von deren Produkten. Ja, es gibt auch andere Boxen ("This is no AD, other brands are available." :D). Aber wenn man irgendwo random irgendwelche Euroboxen (Fachbegriff "Kleinladungsträger") kauft, hat man immer das Problem das die zwar ähnliche Maße haben aber häufig trotzdem nicht ineinander passen. Und da jede Baumarkt-Kette ihr eigenes Boxen-System verkauft bin ich irgendwann dazu übergegangen nur noch die Boxen von Auer zu nehmen. Ich gehe einfach mal davon aus das ich in 10 Jahren immer noch die gleichen (oder kompatible Boxen) von denen kaufen kann. Für die Boxen gibt es auch "Einsatzkästen". Das sind so kleine Behälter die auf einer Trägerplatte stehen damit sie nicht verrutschen. Da kommt jetzt mein Batteriehalter ins Spiel.

    Ich habe das Muster von der Trägerplatte einfach in FreeCAD nachgebaut und dann einfach passende Löcher für AA- und AAA-Batterien rein-designt. Auch für Knopfzellen (CR2032 bzw. CR2025) habe ich einen Halter konstruiert. Für die verbleibenden Felder habe ich noch einen "General-Stuff"-Behälter gebaut. Dann alles in unterschiedlichen Farben im 3D-Drucker gedruckt damit man volle und leere Batterien besser unterscheiden kann. Da ist auch noch ein Standard-Behälter von Auer drin um den Batterie-Tester und das Ladegerät aufzunehmen. Endlich fliegen hier keine Batterien mehr lose rum. Peace of Mind und so.

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