Hackerfilme: Wargames

27.07.2026 13:37
by bitstacker

Eigentlich wollte ich ja mal etwas zu Hackerkultur bloggen. Leider habe ich es jetzt in einem Jahr nicht geschafft das mal irgendwie umzusetzen. Prioritäten, Ressourcen, sie wissen schon. Filme anschauen hingegen ist ja vom Aufwand her ziemlich überschaubar. Besonders wenn man das eh gerne macht. Also werde ich einfach weiter etwas zu Hackerfilmen bloggen. Viele davon will man ja eh alle paar Jahre mal wieder schauen. Also gehts hier jetzt weiter mit: Wargames.

Ein junger Hacker findet auf der Suche nach einem neuen Videospiel quasi aus versehen den Zugang zu einem Militärcomputer und löst fast den dritten Weltkrieg aus.

Trailer auf Youtube:

Ich mag echt viel an diesem Film. Filme neigen ja oft dazu das Hacken sehr übertrieben darzustellen. Bei Wargames finde ich aber vieles ziemlich gelungen. Zum Beispiel die Modem-Einwahl und das Wardialing. Die bei Hackern verbreitete Art des "rein-nerdens" in ein Thema, als er versucht alles über den Programmierer des Systems herauszufinden um das Passwort zu erraten. Und nach ein paar Tagen in einem Berg aus Artikeln und Büchern von seiner Freundin wieder in die Realität geholt werden muss. Um gut zu hacken gehört RTFM halt dazu (Und zwar alle!).

Das Design des W.O.P.R. ist auch sehr cool. Eine graue Kiste mit lauter roten und gelben Leuchten die das "denken" darstellen. Leise summend immer am nachdenken über den nächsten Krieg.

Der Film beschäftigt sich auch mit der Frage, ob man das Urteilsvermögen von Menschen durch eine Maschine ersetzen sollte ("These men know what it means to turn the key, and some of them are just not up to it!"). Der Computer hat keine Skrupel. Der macht einfach. Da kamen mir durchaus parallelen zu den aktuellen "KI"-Themen in den Sinn. Also jetzt nicht umbeding dieses "KI wird uns alle umbringen". Aber halt sowas wie: Wie sehr kannst du dem Code von LLMs vertrauen?

War auf jeden Fall mal wieder gut den Film geschaut zu haben. Kann ich nur empfehlen.