1. Neuer 3D-Drucker

    26.05.2026 13:37
    Tags: Gadgets
    by bitstacker

    Neulich wollte ich etwas auf meinem Anycubic Kossel Linear 3D-Drucker drucken. Leider war die Düse verstopft. Als ich das gefixt hatte war aber irgendwie die Druckhöhe nicht mehr gut eingestellt. Also musste ich kalibrieren. Trotzdem ist dann der Druck nichts geworden. Und dabei ist sehr viel Zeit bei drauf gegangen und das Ergebnis war kacke. Da hab ich mich mal nach nem neuen 3D-Drucker umgesehen.

    Zu erst dachte ich: Kauf dir einfach nen Bambu Lab. Das ist so das Apple der 3D-Drucker. Da geht bestimmt alles einfach so. Ist halt teurer. Aber ich will halt gute Druckergebnisse. Geht ja schon genug Zeit für das Designen der Teile drauf, da muss ich nicht jedes mal noch ne Stunde basteln hinten dran hängen.

    Zum Glück habe ich mich dann doch dagegen entschieden. Der Anycubic Kobra S1 war gerade im Angebot. Auf einer Vergleichsplattform habe ich dann sogar die Variante mit Spulenwechsler für knapp 350€ gefunden. Das war schon ein sehr gutes Angebot. Also habe ich jetzt den. Ja, auch proprietär. Aber wie schlimm kann es schon sein?

    Nach dem Aufbau (bzw. Auspacken) war ich dann aber doch etwas unglücklich. Es ist zwar möglich den Drucker ohne Cloud zu betreiben ("LAN-Only Mode"). Aber das ging leider nur mit der offiziellen "App". Die gab es zwar auch für Linux (AppImage), aber ich musste ein bisschen basteln das unter Debian zum laufen zu kriegen.

    Ausserdem war die eingebaute Kamera auch nur über diese App einsehbar. Und die Steuerung geht auch nur darüber. Keine API oder sowas. Und ich musste auch alles mit der Original-App slicen (sonst habe ich das immer mit Cura gemacht). Da dachte ich schon: Jetzt hast du dich doch in proprietäre Nest gesetzt. Es war nutzbar. Aber halt auch irgendwie scheisse.

    Die 3D-Drucker der ersten Generation hatte alle simple Microcontroller als Steuerung (Arduino/Atmega). Da gab es eine Firmware die jeder Hersteller und viele Bastler geforkt haben (Marlin-Firmware). Wenn du Features wie ein Webinterface haben wolltest musstest du nen Raspberry-Pi per USB an den Drucker anschliessen. Das an sich ne gute Lösung. Allerdings war das gefrickel mit den Firmwares auch irgendwie nervig. Da musste man noch irgendwelche Makros setzen wenn man ne Custom-Firmware bauen wollte. So richtig oldschool C-like.

    Die 3D-Drucker der zweiten Generation haben jetzt eigene SoCs. Da läuft meistens auch ein Linux drauf. Und fancy Touchscreen-Oberflächen. Leider läuft darauf eigentlich immer irgendwas vom Hersteller. Du kannst diese Drucker nur noch selten extern Steuern (z.B. mit OctoPrint auf nem Raspi). Das ist natürlich auch scheisse für Herstellerunabhängige Projekte. Und du kommst gar nicht an das Betriebssystem des Druckers.

    Aktuell scheint sich eine weitere Generation von Druckern zu bilden. Die SOCs sind jetzt noch leistungsfähiger (KI-Fähigkeiten) und verifizieren sogar ihre Firmware (mit Signaturen).

    Zu meinem Glück scheint der Kobra S1 noch zur zweiten Generation zu gehören. Das erklärt wohl das günstige Angebot. Das war wohl ein Abverkauf um die Lager für die neuen Drucker frei zu bekommen.

    Ich hab mich also nochmal ran gesetzt und etwas zu meinem Drucker recherchiert. Dabei habe folgendes gelernt:

    • Der Drucker kann Code per USB-Stick nachladen (BASH-Scripte!)
    • Die Sofware vom Hersteller ist ein Fork vom Orca-Slicer (der freie Software ist)
    • Jemand hat ein Stück Software gebaut, welches eine offene API auf dem Drucker installiert und ihn so mit Orca kompatibel macht

    Das Stück Software ist Rinkhals.

    Also hab ich das mal installiert (kann ja nicht schlimmer sein als das was schon drauf ist). Und was soll ich sagen? Der Drucker ist jetzt genau das was ich haben wollte:

    • Es läuft Mainsail/Fluidd drauf (Webseite zum Steuern und anschauen der Kamera)
    • Moonraker/Klipper: APIs um von Orca direkt mit dem Drucker zu sprechen (z.B. Hochladen der Dateien, Steuerung)
    • Die Kamera wird als MJPEG-Stream direkt verfügbar
    • SSH auf dem Drucker!
    • MQTT für Home-Assistant

    Sehr geil! Zum Glück habe ich mir keinen Drucker der dritten Generation geholt. Da wäre das nicht mehr möglich gewesen (z.B. beim Kobra K4Pro).

    Falls du das auch machen willst: Ich hab einfach diesen Guide benutzt: Rinkhals quick start guide

    Das einzige was nicht geht ist IPv6. Der Kernel scheint ohne IPv6 kompiliert zu sein. Naja, nichts was mein NAT64 nicht hinkriegen würde.

    Die Druckergebnisse sind um Meilen besser als der alte 3D-Drucker. Das Auto-Leveling scheint auch sehr ausgereift zu sein (beim alten musste ich noch nen Microswitch per Magnet an den Druckkopf hängen). Durch das Gehäuse kann ich vermutlich sogar ABS drucken (das wollte ich schon immer mal machen). Aktivkohlefilter regelt die dabei entstehenden Ausdünstungen. Spulenwechsel funktioniert meistens auch. Leider ist mein Filament schon sehr alt. Mir ist schon das eine oder andere Filament abgebrochen. Das ist manchmal etwas nervig das wieder aus den ganzen Schläuchen rauszukriegen. Aber der Wechsler kann sogar Filament trocknen! Und ich slice jetzt alles mit Orca, also noch weniger proprietäre Software!

    Mein 3D-Drucker Setup ist jetzt also spürbar besser. Ich hab dann auch gleich mal meine Drölf anderen Projekte fertig gemacht. Weils einfach so gut klappt mit dem Drucker. Yay!

  2. Malerarbeiten

    29.04.2026 13:37
    Tags: Garten
    by bitstacker

    Rest macht der Maler... Also ich. Tja.

    Im Gegensatz zum Haus war die Garage nie gestrichen sondern einfach nur grau vom Putz. Das hat mich gestört. Jetzt sieht es besser aus. Ich hab sogar den APL geputzt! Was tut man nicht alles für die Deutsche Bundespost! Den Sockel habe ich natürlich auch neu gestrichten.

    Verwendetes Material:

    (Das soll übrigens keine Werbung sein, sondern ein Merkzettel)

  3. Mini-Gartenprojekt

    08.04.2026 13:37
    Tags: Garten
    by bitstacker

    Garten Mini-Gartenprojekt: Einfach mal ein Beet schön machen.

  4. Pflasterarbeiten

    30.03.2026 13:37
    by bitstacker

    Zur Abwechslung mal etwas Galabau! Zwischen dem Gehweg und meiner Einfahrt war früher eine Hecke. Die Hecke musste schon vor ein paar Jahren mal weichen. Erstens sah sie nicht besonders gut aus. Zweitens hatte sich die Hecke schon sehr auf den Gehweg ausgebreitet. Bevor da irgendwer meckert (oder mich irgendwer beim Ordnungsamt meldet :D) habe ich sie dann irgendwann einfach rausgerupft. Auf dem verbleibenden Stück Boden hat sich dann ziemlich schnell der Rasen ausgebreitet. An sich ganz okay so. Aber wenn ich dann mal hin und wieder etwas großzügiger aus der Einfahrt raus gefahren bin, habe ich dabei dann auch den Rasen überfahren.

    Da dachte ich mir dann irgendwann: Ich Pflaster das einfach. Wie schwer kann das schon sein?

    Also entsprechende Pflastersteine und Splitt aus dem Baumarkt besorgt. Die Fläche ist ungefähr 4m² groß.

    Die neuen Pflastersteine sind etwas kleiner als die alten. Aber ich glaube das war gar nicht so schlecht. So konnte ich die Übergänge gut "anpflastern" und hatte viel Spielraum zum korrigieren. Und die alte Pflasterfläche war sowieso hier und da ziemlich schief. Den Rest macht dann der Maler Fugensand.

    Da das alte Pflaster besonders Richtung Gehweg schon ziemlich abgesackt war, habe ich auch ein paar alte Steine neu gepflastert.

    Zum Verdichten habe ich so einen Handstampfer und eine Gummimatte verwendet. Das war schon ziemlich anstrengend. Bei größeren Projekten werde ich mir definitiv eine Rüttelplatte besorgen.

    Alles in allem bin ich mit dem Ergebnis aber sehr zufrieden. Für meine erste Pflasterung gar nicht so schlecht. Und ja, die Farbe der Steine passt nicht. Aber das ist mir auch egal. Immerhin waren sie günstig. Irgendwann wird eh mal die ganze Einfahrt neu gemacht, da kann ich dann auch schöne Steine nehmen oder so...

    Material:

  5. Dank des Adapters

    13.03.2026 13:37
    Tags: Alltag
    by bitstacker

    Wenn man einen Altbau saniert muss man manchmal spontan Entscheidungen treffen. Zum Beispiel wie man ein Abwasserrohr verlegt. Beim Bau der ebenerdigen Dusche musste ein neues Abwasserrohr verlegt werden, weil es unmöglich war die vorhandenen Rohre zu benutzen: Das Gefälle bis zum anderen Ende des Raumes war nicht groß genug. Also haben wir damals einen nicht benutzten Schornstein dafür verwendet. Den Ablauf haben wir dann mit zwei 90°-Rohren angeschlossen. Das war vor ~7 Jahren. Jetzt hatte sich das Rohr ein bisschen zugesetzt und das Wasser lief nicht mehr ab. Zum Glück ist das Bad komplett gefliesst...

    Gut dass ich den Bau mit vielen Fotos dokumentiert habe. So konnte ich mir nochmal anschauen wie das Rohr verläuft. Nur wie kriegt man das jetzt sauber? Es ist ein 50mm HT-Rohr. Das ist relativ eng. Mein Hochdruckreiniger passt da nicht rein. Also habe ich mir ein Rohrreinigungsset besorgt. Angeblich mit einem Adapter der auf einen Kärcher K4 passt.

    Tja. Passt nicht.

    Anderen Adapter bestellt.

    Passt auch nicht.

    Also nochmal genauer recherchiert.

    Mein Kärcher hat so einen Bajonett-Verschluss. Nochmal Adapter bestellt.

    Passt.

    Relevanter Content auf Youtube:

    Mit den richtigen Adaptern konnte ich dann den Reinigungsschlauch anschliessen:

    Kärcher Bajonett > 22mm Doppelnippel > Reinigungsschlauch

    Das hat dann auch einigermaßen gut geklappt. Leider setzen sich die kleinen Löcher des Reinigungsschlauchs sehr schnell zu. Da braucht man eventuell nen stärkeren Hochdruckreiniger. Oder nen Filter davor. Aber erstmal ist das Rohr frei (und wieder sauber).

    Hier ist das Zeug was ich am Ende benutzt habe:

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